Stationenlernen(1) home/unterricht

1. Einführung
2. Arbeiten an Lernstationen
3. Materialien für das Stationenlernen
4. Stationenlernen in Stichworten
5. Literatur
6. Fußnoten

1. Einführung Zurück

1.1. Definition
1.2. Motivation für das Stationenlernen
1.3. Regeln

Im Jahre 1952 entwickelten die Engländer Morgan und Adamson ein Trainingssystem für den Leistungssport, das sie entsprechend seinem Aufbau "Circuit" (Kreislauf, Abgerundetes) nannten. Seinem Ursprung entsprechend war dieses "Zirkeltraining" auf ein bestimmtes Lernziel fixiert, das es in verschiedenen wiederholbaren Schritten zu erreichen galt. Der Vorteil gegenüber konventionellen Trainingsmethoden bestand darin, dass innerhalb der Lerngruppe alle gleichzeitig übten und jedes Lernniveau individuell unterstützt werden konnte.

Im Zuge der offenen Unterrichtsformen wurde seit 1987 (2) die Trainingsform gerade wegen dieses Aspektes in einer neuen Form des spielerischen Lernens auf andere Fächer übertragen. Dabei wurde die Fixierung auf ein festes, eingeschränktes Lernziel zugunsten einer fächerübergreifenden Thematik aufgegeben. So bekam das "Stationenlernen" oder auch "Lernzirkel", als eine Form des selbständigen, selbsttätigen und differenzierenden Unterrichts, seinen festen Platz im "Offenen Unterricht".

Der Begriff "Zirkeltraining" wird wegen der Assoziationen zu dem durch Rigidität gekennzeichneten Training im Leistungssport kaum noch verwendet. (3).

1.1. Definition Zurück

Definition Stationenlernen

Stationenlernen ist eine Form der Freiarbeit, bei der ein Thema über vielfache Zugänge erarbeitet und vertieft wird. Dazu werden einzelne Stationen aufgebaut, die dem Schüler selbständiges Arbeiten an jeder Station ermöglichen. Jedes Kind sollte so intensiv tätig sein, wie es im Moment vermag. Durch selbstbestimmte Auswahl der Stationen mit den dort angebotenen Übungen können die Schüler ihre Möglichkeiten erproben, sich so selbst bestätigen und sich in ihren Leistungsmöglichkeiten immer wieder neu erfahren. Jede Arbeit führt zu einem Erfolgserlebnis und regt zu neuem Tun an.

1.2. Motivation für das Stationenlernen Zurück

"Übung macht den Meister !" Wer kennt sie nicht, die Sprüche, die Schüler zum Weiterarbeiten an einer Sache anhalten sollen. Oft ist diese Aufgabenstellung für die Schüler mit Gleichförmigkeit und mit langweiligem Aufschreiben in ein Heft verbunden. Das Stationenlernen ist ein Weg, wie das Üben interessanter werden kann.

Die Übungsformen des Stationenlernens haben einen hohen Anreizcharakter, da sie spielerische Elemente beinhalten und abwechslungsreich gestaltet werden können.

Auch im Blick auf den Gedanken, aus dem Kindergarten vertraute Spiel- und Lernformen in der Schule weiterzuführen, ist diese Unterrichtsform erwähnenswert. Elemente des freien Spiels im Kindergarten werden hier als Vorstufe der Freien Arbeit erkennbar. Den Kindern werden fast spielerisch Arbeitstechniken und Arbeitsformen vermittelt, die sie befähigen, individuelle Arbeits- und Lernstrategien zu entwickeln.

Alle Schüler sind gleichermaßen aktiv und ein unmittelbares Erfolgserlebnis ist möglich, da die Leistungssicherung durch Selbst- und Partnerkontrolle erfolgt. Für den Lehrer sind hierbei ausgezeichnete Beobachtungsmöglichkeiten und die Möglichkeit gegeben, Kinder individuell zu betreuen.

Auch den Kindern gefällt diese Art von Unterricht. Auf die Frage, wo man mehr lernt, beim Stationenlernen oder beim normalen Unterricht, antworteten die Kinder:

Petra: "Beim Lernzirkel. Weil man da alles machen kann. Zum Beispiel kann man da rechnen und beim Rechnen, da kann man nur rechnen."
Eugen: "Beim Tischereisen, weil dort hat man freie Auswahl. Sonst hat man nur immer ein bestimmtes Fach und eine bestimmte Zeit."
Erika: "Beim normalen Unterricht sagt der Lehrer, was man machen muss. Im Lernzirkel, da kann man sich aussuchen, was man machen will."
Silvia: "Beim Lernzirkel, da gibt es Spiele. Im anderen Unterricht muss man machen, was der Lehrer will."
Gabriel: "Heute mussten wir nicht lernen, wir durften machen, was wir wollten."

1.3. Regeln Zurück

Das Lernen an Stationen weist vier typische Unterrichtsphasen auf:

1.Motivation
Die Heranführung an die Thematik leistet ein Anfangsgespräch, eine Motivationsfigur, eine Stille-Übung oder die Erinnerung an bereits Gelerntes.
2.Rundgang
Ein Rundgang entlang der Stationen bietet Gelegenheit zu kurzen Erläuterungen. Mit dem Stationenlernen nicht vertraute Schüler werden eingewiesen.
3.Arbeit
Arbeit an den Stationen
4.Schlussgespräch
Im Schlussgespräch berichten die Schüler über ihre Arbeit, Lernergebnisse, einzelne thematische Aspekte kommen zur Sprache, es wird vorgelesen, Produkte, wie Zeichnungen, Modelle, Gestaltungsergebnisse und ähnliches werden vorgelegt.

Die Themen sollten zwei Bedingungen erfüllen:

Selbständigkeit: Sachliche und didaktische Intention dürfen nicht die gleichzeitige Aufmerksamkeit aller erfordern und nicht vornehmlich die Verständigung in einem gemeinsamen Gespräch verlangen.
Eigenständigkeit: Das didaktische Arrangement muss mehrere oder eine Vielzahl von Wegen durch das Gesamtthema ermöglichen.

Andernfalls ist das Stationenlernen unterrichtsorganisatorisch unangebracht. Es gibt einige Verfahrensweisen, die sich für eine erfolgreiche Durchführung als notwendig erwiesen haben:

2. Arbeiten an Lernstationen Zurück

2.1. Der Anfang
2.2. So geht es weiter
2.3. Die Höchstform

Auch das Stationenlernen will gelernt werden. Durch die vielfältigen Stationen werden unterschiedlichste Lernmethoden angeboten. Die dazu nötige Methodenkompetenz wird am besten dadurch erreicht, dass die Kinder sorgfältig und schrittweise in das Stationenlernen eingeführt werden.

2.1. Der Anfang Zurück

Beginnen sollte man mit einer relativ kleinen Anzahl von 4 - 5 Stationen. Es bietet sich an, die einzelnen Stationen an den Gruppentischen der Klasse aufzubauen. Der Arbeitsauftrag an jeder Station wird der ganzen Klasse erklärt. Jede Gruppe beginnt am eigenen Gruppentisch. Nach einem vorher vereinbartem Signal wechseln alle an den nächsten Tisch.

Da nicht zu erwarten ist, dass alle Kinder gleichzeitig fertig werden, sollten noch kleinere Differenzierungsaufgaben bereitgehalten werden. Um Anfänger im Stationenlernen nicht zu überfordern, sollten die ersten Versuche nicht länger als 20 Minuten dauern.

2.2. So geht es weiter Zurück

Auch nach längerer Übung des Stationenlernens ist es beim nächsten Schritt wichtig, die Schüler vor der nächsten Arbeitsphase mit den Stationen vertraut zu machen. Deshalb wird zunächst ein Rundgang unternommen, und die einzelnen Aufgaben werden dabei erklärt.

Es kann vorkommen, dass einige Kinder sich nicht entscheiden können, bei welcher Station sie anfangen. In diesem Falle kann die erste Station durchaus zugewiesen werden, die nächsten müssen sie aber selbst wählen.

In dieser Phase sollten es auch mehr Stationen sein ( 7 - 8 ), und die Zirkelzeit wird gesteigert. Als Anreiz für die Schüler, an verschiedenen Stationen zu arbeiten, und als Kontrollmöglichkeit für den Lehrer bekommt jedes Kind ein Kärtchen, auf welches an jeder bearbeiteten Station ein Punkt geklebt wird. Es ist auch ein Programmzettel möglich, bei dem schon erledigte Aufgaben abgehakt werden.

Schriftliche Aufgaben können die Kinder im Heft erledigen, was dem Lehrenden eine umfassende Kontrollmöglichkeit gibt.

Jetzt sollte man nicht mehr darauf bestehen, dass alle Kinder alle Stationen durchlaufen. Vielmehr sollte der Zirkel offen gestaltet werden. Schwächere und langsamer arbeitende Schüler können in der Folgestunde weiterarbeiten. Leistungstärkere Kinder werden mit Zusatzmaterial beschäftigt. Auf diese Weise ergibt sich eine Differenzierung nach Interesse und Niveau von selbst.

Bei vielen Schülern wird durch das Stationenlernen Interesse an einer bestimmten Übungsform geweckt. Im Rahmen der Freiarbeit sollten sie dann Gelegenheit erhalten, sich intensiver und über einen längeren Zeitraum damit zu beschäftigen.

Auch eine kreativere Möglichkeit der Fortführung ist denkbar in Form von selbsttätiger Materialerstellung z.B. mit Memorykarten, Dominosteinen oder Rechenschieberaufgaben, usw.

2.3. Die Höchstform Zurück

In der Höchstform des Stationenlernens, den thematischen Zirkeln, wird ein fächerübergreifender Aspekt verwirklicht. Als Themen bieten sich Anlässe aus dem Jahreskreis (z.B. Nikolaus, Weihnachten, Winter, Fasching, Ostern, ...), aus dem Heimat- und Sachunterricht (z.B. Tiere, Sinne, Wasser, ... ) oder aus dem Erfahrungs- und Erlebnisbereich der Kinder (z.B. Feste, Drachen, Märchen, ...) an.

Zu diesen Themen können leicht Angebote aus allen Fächern zusammengestellt werden. Die Angebote sind inhaltlich aufeinander abgestimmt, und die Konzentration auf ein bestimmtes Thema wird zum Prinzip. Die Zirkel können über Stunden und Tage ausgedehnt werden und bekommen so einen projektartigen Charakter.

Um den Überblick bei sehr vielen Stationen zu erleichtern, kann man Zonen einführen. Zonen sind farblich zusammengefasste Stationen, die sich von den anderen durch Art oder Anspruchsniveau unterscheiden.

Das Stationenlernen wird in jeder Stufe immer so rechtzeitig abgebrochen, dass Zeit für einen gemeinsamen, die Stunde abrundenden, Schlusskreis bleibt.

3. Materialien für das Stationenlernen Zurück

3.1. Einführung von Buchstaben (1. Klasse)
3.2. Mathematik am Beispiel: Einmaleins (2. Klasse)
3.3. Vergangenheit (4. Klasse)
3.4. Einheiten der Zeit (2. Klasse)
3.5. Löwenzahn (1. Klasse)

Das Material sollte so gestaltet sein, dass es lehrerunabhängiges Arbeiten ermöglicht und die Selbständigkeit der Kinder fördert(4):

Das vom Lehrer vorgegebene Material setzt den Standard und wirkt als Vorbild. Es muss daher sorgfältig hergestellt werden und ästhetischen Ansprüchen genügen. Die einzelnen Stationen müssen in "geordneter Lernumgebung" angeboten werden und vom Arbeitsablauf klar geregelt sein. Die letzten beiden Punkte orientieren sich an methodischen Prinzipien Maria Montessoris und der Montessori-Schulen.

Die Materialbeschaffung ist sicherlich ein Langzeitprozess. Es ist gewinnbringend, im Kollegium zusammenzuarbeiten, zu sammeln und sich somit einen Überblick zu verschaffen.

Im folgenden ein paar Beispiele für die Materialgestaltung aus verschiedenen Fächern und Klassenstufen. Bemerkenswert ist, wie bestimmte Spiele für die vielfältigsten Bereiche adaptiert werden können:

3.1. Einführung von Buchstaben (1. Klasse)(5) Zurück

3.1.1. Die Stationen
3.1.2. Weitere Stationen

Die Einleitung geschieht in herkömmlicher Form über eine Handpuppe, einen Zungebrecher oder ähnliches. In die Erzählung eingeflochtene Elemente fordern dazu auf, dass Klangstruktur und Formmerkmale des neuen Buchstabens wahrgenommen werden.

Deutliche Artikulation des Lautes, körperliches Erfahren der Lautbildung und ein Schreibspruch zur Schwungübung, der rhythmische und lockeres Schreiben erleichtert, bereiten die Kinder auf ihre Arbeit vor. Der neue Buchstabe sollte identifiziert, diskriminiert und in seiner Stellung im Wort erkannt werden.

Es sollte nochmals der Bezug zur Eingangsmotivation hergestellt werden und dann beginnt die Reise ins "Buchstabenland". Die einzelnen Stationen werden auf der "Reise", einem Rundgang an den Stationen entlang, erklärt.

3.1.1. Die Stationen Zurück

Station 1: Sandpapierbuchstaben
Das Fühlen des Buchstabens anhand von Sandpapierbuchstaben spricht den Tastsinn an und läßt die Buchstabenformen über diesen erfahren und einprägen. Dabei werden auch soziale Kontakte verbessert, indem ein Kind dem anderen den Finger führt.
Station 2: Fingerfarben
Mit Fingerfarben dürfen die Kinder den Buchstaben "stempeln". Schön ist es, wenn die Gestaltung der Plakate in den thematischen Rahmen eingebunden wird, z.B. indem man bei der Einführung von z/Z in "Zauberhüte" stempelt.
Station 3: Buchstabe auf den Boden geklebt
Auch im Abschreiten erfahren die Kinder über den Gleichgewichtssinn die Form des Buchstabens.
Station 4: Puzzle
Ein Buchstaben-Puzzle lenkt die Aufmerksamkeit der Kinder auf die Formmerkmale des Buchstabens und fördert neben der optischen Wahrnehmung auch Konzentration und Ausdauer.
Station 5: Stempel - Identifizieren und Diskriminieren
Aus mehreren (den schon bekannten) Buchstabenstempeln sollen die Kinder den neuen Groß- und Kleinbuchstaben aussuchen und auf dafür vorgesehene Plakate stempeln.
Mit zunehmender Lesefähigkeit sucht sich jeder Schüler aus bereitgestelltem Wortmaterial ein Wort mit diesem Buchstaben aus und stempelt dieses auf ein Wortkärtchen. Diese Kärtchen können den Ausgangspunkt für eine Leseübung in einer weiterführenden Stunde bilden.
Station 6: Wortfächer
Eine Übung zur Synthese stellen Wortfächer dar. Die in falscher Reihenfolge zusammengehefteten Buchstaben müssen von den Kindern zu einem sinnvollen Wort angeordnet werden. Die richtige Lösung ist auf der Rückseite bildlich dargestellt.
Station 7: Leseübung
Es werden Wörter zu entsprechenden Bildern zugeordnet. Zusammengehörige Kärtchen sind auf der Rückseite mit gleichen Symbolen gekennzeichnet.
Station 8: Stöpselspiel - Akustische Analyse
Unter die entsprechenden Bilder werden drei Löcher gestanzt. Die Kinder hören das Wort genau ab und stecken den Stöpsel in das erste Loch, falls das abgebildete Wort den neuen Buchstabenanlaut hat (Inlaut=mittleres Loch, Auslaut=letztes Loch). Die Selbstkontrolle erfolgt dadurch, dass auf der Rückseite das Antwortloch farbig gekennzeichnet ist (6).

3.1.2. Weitere Stationen Zurück

Optische und haptische Wahrnehmung
Buchstaben kneten, sticken, mit Stäben legen, aus Draht, Pfeifenputzern, mit Bändern oder Wolle kleben, ausstechen mit Ausstecherformen (7), auf Nagelbrett mit Gummi oder Wolle spannen, in Sand schreiben, in Teig oder Knete ritzen, mit Klebestift auf Papier schreiben und mit Sand oder Sägemehl bestreuen, am Tafelanschrieb optisch hervorheben oder ergänzen.
Eine "Buchstabenstraße" an die Magnettafel hängen. Die Begrenzung der Straße bilden zwei mit Kugeln beschwerten Schnüre.
Buchstaben aus Zeitungen ausschneiden und eine Collage kleben
Akustische Erfahrungen
Bildkarten nach Lauten unterscheiden; Arbeitsblätter "Anlaut - Mitte - Auslaut", mini-LÜK "Bilder - Buchstaben - Wörter" 1,2 und 3; Bildkarten in Körbchen ordnen (Anlaut, Inlaut, Auslaut) mit Symbolen als Selbstkontrolle.
Syntheseübungen
Schreibmaschine, Leseuhr, Steckwürfel mit Buckstabenprägung, Lesekasten, Druckerei, Satzrollen, Leseröllchen (Wörter und Sätze), in Wort mit neuem Buchstaben schreiben und in "Buchstabenzug" einsteigen lassen; malen in Bild (sinnerfassendes Lesen, später wird daraus ein Buch für die Leseecke).

3.2. Mathematik am Beispiel: Einmaleins (2. Klasse)(8) Zurück

3.2.1. Die Stationen
3.2.2. Weitere Stationen

Die Stationen beziehen sich ausschließlich auf die Reihen 5, 10, 2, 4, und 8, weil dies mit den Erfordernissen des bayrischen Grundschullehrplans übereinstimmt.

Beim einleitentenden Rundgang sind alle Rückfragen bezüglich der Aufgabenstellung bei den Stationen zu klären. Genaue Vereinbarungen wie das Arbeitsmaterial für die nächste Schülergruppe zu hinterlassen ist, sind zu treffen. Neue Materialien können beim Stationenlernen gut eingeführt werden. Der Lehrer sollte an dem Tisch mit den neuen Materialien zur Verfügung stehen, um notwendige Hilfestellung zu leisten.

Am Ende sollte ein Rechenspiel stehen, bei dem die Klasse wieder gemeinsam arbeitet.

3.2.1. Die Stationen Zurück

Station 1: Setzleiste
Die Setzleiste hat zwei tiefe Rillen. Aufgabenkärtchen werden von den Partnern so versenkt, dass die Antwort verdeckt ist. In jede Rille passen 6 - 8 Aufgabenkärtchen. Die Ergebnisse werden berechnet und können dann durch herausziehen des Kärtchens kontrolliert werden.
Alternative: Zu einer Ergebniszahl müssen die möglichen Aufgaben gefunden werden.
Station 2: Filmdose
Aus einem Schlitz in einer Filmdose wird ein darin aufgerollter Papierstreifen gezogen auf dem die Aufgaben und ein Stückchen weiter die Lösungen stehen. Mit Hilfe eines Holzstabes, der am inneren Ende des Papierstreifens befestigt ist, kann er wieder aufgewickelt werden. Schwierigkeitsgrade können auf dem Deckel vermerkt werden.
Ähnliches kann man mit gefalteten Streifen und einer Streichholzschachtel machen.
Station 3: Rechenschieber
Er hat einen Streifen mit Aufgaben und einen mit den Lösungen. Die Kinder müssen beides in Deckung bringen und aufschreiben. Die Kontrolle erfolgt durch auf die Rückseite angebrachter farblicher Markierungen.
Station 4: Walkman
Auf eine Kassette werden abwechselnd Aufgaben und nach einem akustischen Signal die Lösungen gesprochen. Die Lösungen sollten aufgeschrieben werden und können dann verglichen werden. Es sind entweder mehrere Walkmans oder Kassettenrekorder zur Verfügung zu stellen, oder einer mit mehreren Kopfhöreranschlüssen zu versehen.
Am Ende müssen sie wieder zurückgespult werden !
Station 5: Domino
Die eine Hälfte jedes Dominosteines enthält eine Aufgabe, die andere die Lösung einer anderen Aufgabe. Auf der Rückseite ist zu der Lösung die gesamte Aufgabe vermerkt (Selbstkontrolle !). Partner- oder Gruppenspiel ist möglich.
Station 6: Quartett
Auf jeweils einer Karte steht eine Aufgabe, auf der anderen nur die Lösung. Die Karten werden verdeckt verteilt (mindestens 4 Schüler). Reihum sind alle Schüler dran. Hält er Aufgabe und Lösung in der Hand, darf er das Paar ablegen und er darf einen von den anderen nach Aufgaben oder Lösungen fragen. Wenn diese die Karten besitzen, bekommt er sie von ihnen und darf sie auch ablegen. Sieger ist, wer die meisten Paare ablegen konnte.
Station 7: Postkartenpuzzle
Auf jedem Arbeitsplatz ist eine Karte, in der Größe einer Postkarte, die in Felder mit Aufgaben unterteilt ist. Zu jedem Feld gehört das Puzzleteil einer Postkarte, das auf der Rückseite die dazugehörige Lösung vermerkt hat. Es kommen keine gleichen Ergebnisse vor, so das die Kinder sich das Puzzleteil an Hand der Lösung heraussuchen können und so das Bild erhalten.
Station 8: Tangram (9)
Jedes Tangram besteht aus geometrischen Teilen. Auf jedem Teil steht auf mindestens einer Seite eine Aufgabe bzw. Lösung. Durch richtiges Aneinanderlegen entsteht die endgültige Form.
Station 9: Rechnungen am Band (siehe auch)
Pappstreifen sind auf eine Schnur aufgefädelt. Auf der Vorderseite der Karten befindet sich eine Aufgabe, auf der Rückseite die Lösung.
Variante Flaschendeckel: Auf Schraubverschlüsse werden Aufgaben geklebt, auf die Innenseite die Lösungen

3.2.2. Weitere Stationen Zurück

Station 10: Würfel
Am Platz liegt ein Würfel mit den Zahlen 1 - 10 bereit(Solche Würfel gibt es bei den Lehrmittelverlagen bzw. in Spielwarengeschäften). Die Kinder wählen eine Einmaleinsreihe., würfeln und lösen die Rechnung. Der Partner hat zur Kontrolle einen Zettel mit den Lösungen der Reihe.
Variante: Blanko-Würfel wird mit entsprechenden Aufklebern versehen
Station 11: Angelspiel (10)
In einem von zwei großen Zylindern aus Pappe befinden sich mit Büroklammern versehene Meerestiere auf denen Aufgaben stehen. Diese werden "blind" mit einer Angel, die am Ende einen Magneten hat, geangelt. Danach muss das dazugehörige Lösungskärtchen aus dem anderen Zylinder geangelt werden. Das Lösungskärtchen hat noch einmal klein die ganze Aufgabe zur Kontrolle vermerkt.
Station 12: Bingo
Benötigt werden hier Bingokarten, Aufgabenkarten und Chips. Jeder Schüler nimmt eine Bingokarte, auf der die Ergebnisse geschrieben sind. Der Gruppensprecher liest die erste Aufgabenkarte vom Stapel vor, ein Schüler löst sie. Wer das Ergebnis auf seiner Bingokarte vorfindet, belegt das entsprechende Feld mit einem Chip. Ein "Bingo" kommt zustande, wenn waagerecht,senkrecht oder diagonal 3 Chips liegen. Sieger ist, wer nach Ablauf der Zeit die meisten "Bingos" aufzuweisen hat.
Station 13: Memory
Die Memoryspielweise ist den Schülern bekannt: Jeweils zwei Karten müssen zusammenpassen. Variationsmöglichkeiten bestehen hinsichtlich der Paarbildung:
Station 14: Rechentaschen
Aufgabenkarten, die eventuell mit Schwierigkeitsgraden versehen sind, werden durch Rechentaschen geschoben. Dabei erscheint im Sichtfeld zunächst eine Aufgabe, ein Stück weiter, farblich abgehoben, das Ergebnis. Danach folgen die nächsten Aufgaben.

3.3. Vergangenheit (4. Klasse)(11) Zurück

3.3.1. Die Stationen
3.3.2 Weitere Stationen

Im Rahmen des Texteverfassens stellen Lehrerinnen und Lehrer immer wieder fest, dass die Kinder Schwierigkeiten mit der Präteritumform, besonders bei starken Verben, haben. Da die Kinder im mündlichen Sprachgebrauch nur die Perfektform verwenden, müssen die Präteritumformen zum Teil wie neue Vokabeln gelernt, eingeprägt und vielfältig geübt werden. Dazu bietet sich das Stationenlernen an.

Die Reihenfolge der Bearbeitung der Stationen ist freigestellt. Station 4,5 und 10 dienen als Puffer, da hier für mehrere Kinder Arbeitsmaterial und Platz vorhanden ist. Zum leichteren Auffinden jeder Station sind Nummer, Name, Sozialform (durch Punkte gekennzeichnet), ob Wahl- oder Pflichtaufgabe und ob die Aufgabe schriftlich oder mündlich durchgeführt werden soll oder kann, angegeben. Dazu gibt es eine Laufkarte.

Zu Beginn werden diese verteilt, und der Ablauf wird erklärt, besonders auch, wie man sich verhält, wenn eine Station besetzt ist. Jede Station wird mit den Kindern abgegangen, die die Stationskarten lesen/deuten müssen. Unklarheiten sollten dabei beseitigt werden.

Bei der Gestaltung des Materials sollte darauf geachtet werden, dass Grundplatte und Kärtchen mit der Stationsnummer versehen wird, damit nichts durcheinander kommt. Es hat sich trotzdem bewährt einen Großteil der Stationen doppelt zu bestücken.

3.3.1. Die Stationen Zurück

Station 1: Textpuzzle (schr., Pflicht, J)
Die Kinder erhalten Textstreifen einer kleine Geschichte, die in die richtige Reihenfolge gebracht werden muss. Auf der Rückseite der Streifen ist zur Selbstkontrolle die Reihenfolge durch Ziffern gekennzeichnet. Es bietet sich an, für diesen Text in der Vergangenheitsform den gerade geübten Grundwortschatz zu verwenden.
Station 2: Erzählbilder (mündl., Pflicht, JJ)
Großen farbigen Bildern, die viel Handlung enthalten, ordnen die Kinder zunächst Verbenkärtchen zu. Dazu werden die Kärtchen an die entsprechenden Stellen im Bild gelegt und dann zum Bild erzählt.
Station 3: Setzleisten (schr., Pflicht, J / JJ)
In den Setzleisten werden Gegenwarts- und Vergangenheitspaare zugeordnet und laut dazu die Formen gesprochen. Durch anschließendes Umdrehen einzelner Kärtchen erfolgt die Eigenkontrolle.
Station 4: Wörter am Band (mündl., Pflicht, J)
Schmale Wortstreifen werden auf ein Band gezogen. Die Vorderseite ist mit der Gegenwartsform, die Rückseite mit der Vergangenheitsform beschriftet. Dabei kann sowohl von der Gegenwarts- als auch von der Vergangenheitsform ausgegangen werden, und die jeweilig andere Seite dient der Eigenkontrolle.
Station 5: Lückentexte (schr., Plicht, J)
Auf einer Karte befindet sich ein Lückentext, bei dem die Grundform in Klammern angegeben ist, auf einer anderen der vollständige Text, in dem die entsprechenden Verben unterstrichen sind. Die Karten sind mit Folie überzogen bzw. laminiert. So können die Kinder mit Folienstift die passenden Wortformen einfügen. Das Blatt wird nach der Kontrolle mit einem feuchten Lappen abgewischt.
Es sollten unbedingt mehrere längere und kürzere Texte zur Auswahl angeboten werden.
Station 6: Schieber (mündl./schr., Wahl, J)
Für diese Aufgabe wird ein leicht selbst zuerstellender Holz- oder Pappschieber benötigt. Die Kinder schieben die vorgegebenen 3 Streifen (mit Grund-, Gegenwarts- und Vergangenheitsform) so lange hin und her, bis die passenden Formen im Sichtfenster des Schiebers nebeneinander stehen.
Station 7: Sortierkästen (mündl./schr., Wahl, J / JJ)
Auf eine Legekarte, auf der einzelne Grund- oder Vergangenheitsformen angegeben sind, müssen die fehlenden Formen einsortiert werden.
Station 8: Domino (mündl./schr., Wahl, JJ / JJJ / JJJJ)
An einem Raupenkopf legen die Kinde Dominokärtchen an. Diese Aufgabe kann auch gut auf dem Fußboden durchgeführt werden.
Station 9: Aus vergangener Zeit (mündl./schr., Wahl, J / JJ)
Zu dem Anfang eines bekannten Märchens werden passende Vergangenheitsformen für das Weitererzählen angeboten.

3.3.2 Weitere Stationen Zurück

Station 10: Würfeldiktate (schr., Wahl, J / JJ)
Die Kinder erwürfeln nach und nach alle Sätze eines Diktates. Die Reihenfolge wird dabei nicht eingehalten, es werden isolierte Sätze verwendet. Diese schreiben die Kinder nach der angegebenen Regel auf.
Station 11: Suchsel (schr., Wahl, J)
Diese "Knobelaufgabe" mit hohem Schwierigkeitsgrad reizt Kinder sehr. Mit einer "Lösungskarte", die aber nur die versteckten Wörter in der Grundform angibt, können sich die Kinder Hilfe holen.
Station 12: Lesemaschine (mündl./schr., Wahl, J)
Die Karten für die Lesemaschine (meist noch aus dem 1. Schuljahr vorhanden) werden auf der einen Seite mit der Gegenwartsform, auf der anderen mit der Vergangenheitsform beschriftet. Das Kind schiebt die Karte heraus, liest sie vor, bildet die andere Form und überprüft mit der Rückseite.
Station 13: Kärtchen raus (mündl./schr., Wahl, JJ / JJJ / JJJJ)
Diese Spiel kann in Zweier- bis Vierergruppen gespielt werden. Zu dem Spiel gehören ein Spielplan, 12 blaue und 12 rote Kärtchen. Auf den blauen ist die Gegenwarts-, den roten die Vergangenheitsform von je einem Verb vermerkt. Sie werden gemischt und verdeckt auf einen Haufen gelegt. Der Reihe nach darf jeder ein Kärtchen ziehen. Blaue Kärtchen dürfen sofort abgelegt werden, rote nur, wenn das entsprechende blaue Kärtchen schon liegt. Wer anlegen konnte, zieht noch einmal. Gewonnen hat, wer zuerst alle Kärtchen angelegt hat.
Station 14: Wendekärtchen (mündl./schr., Wahl, JJ)
Die Kinder sitzen oder stehen sich gegenüber. Ein Kind hält die Karten. Das andere liest das Wort und bildet die passende andere Form. Der Mitspieler bestätigt oder korrigiert mit Hilfe der anderen Seite.

3.4. Einheiten der Zeit (2. Klasse) Zurück

3.4.1. Stationen
3.4.2. Weitere Stationen

An den 19 Stationen arbeiteten die Schüler an drei Tagen insgesamt sieben Unterrichtsstunden. Das Stationenlernen beschloss einen Unterrichtszyklus von 6 Wochen zu dem Thema, und es sollte die vorausgegangenen Lernprozesse vertiefen und individuell erweitern.

3.4.1. Stationen Zurück

Die Stationen sind nach der Zeit, die sie behandeln geordnet: Zuerst die Sekunde, zuletzt das Lebensalter.

Station 1: Schrecksekunde
Ein mit farbigen Markierungen versehener Stab wird von einem Schüler fallengelassen und von einem anderen nach dessen Loslassen möglichst schnell wieder festgehalten. Die Aufgabe kann intensiviert werden, wenn die Reaktionszeit geschätzt und Vorschläge zu ihrer Messung gemacht werden sollen.
Station 2: Kurze Zeiten messen
Mit Stoppuhren werden kurze Zeitspannen (Abbrennen eine Streichholzes, einen Hasen von hinten malen, die Monate nennen) erst geschätzt dann gemessen.
Station 3: Was kann ich in 1 Minute tun ?
Es wird beobachtet wieviel in 1 Minute gezählt, Seil gesprungen oder anderweitig erledigt werden kann.
Station 4&5: Ein Buch zum Lernen und Malen
Auf jeder Seite des Heftes erzählt ein kleiner Text über eine Tätigkeit im Verlauf eines Tages, ein andersfarbiger Text gibt Hinweise, wie die angesprochene Uhrzeit auf einem Ziffernblatt einzutragen ist. Station 5 ist eine vereinfachte Version zum Selbermachen.
Station 6: Stöpselkasten
Es werden 4 verschiedene Uhrzeiten zu einem Ziffernblatt angeboten. Nur wenn die richtige Variante durch einen Stöpsel gekennzeichnet wird, läßt sich die Karte herausziehen.
Station 7&8: Grünes Buch über die Uhr (12)
Es wird ein Buch ausgelegt. Dazu gibt es Arbeitskarten, die zu erledigen sind (Fragen, Hinweise u.ä.). Zu einem Kindersachbuch über Uhren und Zeitmessung wird etwa angeregt:
1. Auf S. 15 steht, vor wie vielen Jahren die Räderuhren erfunden wurden.
2. Auf S. 10 siehst du 2 Wasseruhren, haben wir in der Schule eine Auslaufuhr oder eine Einlaufuhr gebaut ?
3. Sieh dir die Werkzeuge des Uhrmachers auf S. 30 an !
4. Warum zeigen alle Bahnhofsuhren die gleiche Zeit an ? (Erklärung S. 23)
Diese Arbeitskarten gliedern die für Zweitklässler allzu umfangreichen Bücher in einzelne Abschnitte und regen immer wieder zum Lesen an.
Station 9: Becherkalender
In 12 Klarsichtbechern liegt je ein Gegenstand, der entweder genau zu einem Monat gehört (Maikäfer, Laternenmodell, Osterei, Faschingsschminke, Weihnachtsschmuck) oder für mehrere Monate stehen kann (Sonnenbrille; Kastanie). Ein Satz Kärtchen mit den Monatsnamen ist den Bechern zuzuordnen. Zur Kontrolle stehen die Monatsnamen auf der Becherunterseite.
Station 10: Steckleiste
Auf einer Steckleiste sind die Monatsnamen und eine Reihe von Ereignissen zuzuordnen. Kontrolle erfolgt durch den durch die Steckleiste verdeckten Teil der Karten.
Station 11: Monats-Fächer
Mehrere Kartonfächer mit einer Anzahl von Monatsnamen sind so zu ordnen, dass die Namen der Monate in der richtigen Reihenfolge, erscheinen. Stimmt die Reihenfolge so erscheint auf der Rückseite ein Bild.
Station 12: Lebenskette (13)
Zu dieser Station gehört eine Kette mit ca. 13 mal 12 Kugeln, von denen jede 12. Kugel größer ist. Die Kette steht für das Lebensalter der Kinder. Die erste Kugel ist der Monat der Geburt. Die dicken Kugeln sind jeweils die Geburtstage. Auf Kärtchen sind weitere wichtige Ereignisse vermerkt: Einschulung, meine Schwester, mein Bruder geboren, schwimmen gelernt, Oma/Opa gestorben und ähnliches mehr. Das Kind legt seine Karten zu dem Monat, in dem das Ereignis passiert ist.
Diese Material erfordert eine besondere Einführung. Am Anfang werden besonders kleinere Kinder die Karten nur zu den großen Kugel legen. Dem Kind wird einleuchten, dass diese Zuordnung nicht stimmen kann. Besonders interessant wird es, wenn 2 Kinder an der selben Kette mit verschiedenen Karten arbeiten.

3.4.2. Weitere Stationen Zurück

Gedicht "In dieser Minute", Lernuhr, Sonnenuhr - selbstgemacht, Kalender-Puzzle, Arbeitsblätter zu den Monaten, Jahreszeiten-Puzzle, Kreis mit Kärtchen: "Die Zeit läuft im Kreis".

3.5. Löwenzahn (1. Klasse) Zurück

Laufzettel

Die Schüler erhalten einen Laufzettel auf dem die besuchten Stationen eingetragen werden. (Alle dargestellten Bilder lassen sich durch anklicken vergrößern!)

3.5.1. Stationen
3.5.2. Weiteres Material

3.5.1. Stationen Zurück

Station 1: Fühlkasten - Partnerarbeit
Unter Ausschluß des Gessichtssinnes sollen die Schüler allein mit Hilfe des Tastsinnes den Löwenzahn von anderen Pflanzen unterscheiden. Dabei wird differenziert in: Unterscheiden der Löwenzahnblüte von anderen Blüten und in Unterscheiden des Löwenzahnblattes von anderen Blättern.
Dazu werden zwei Fühlkästen mit verschiedenen Blüten bzw. Blättern aufgestellt. Ein Schüler gibt einem anderen die Pflanzenteile, der sie dann unterscheiden muß. Zur Kontrolle ist ein Löwenzahnblatt bzw. Blüte an der Seite der Kästen befestigt.
Station 2: Memory - Gruppenarbeit
Memorykarten liegen aus. Auf jeweils einer Karte ist eine Bezeichnung des Löwenzahns geschrieben auf der dazugehörigen anderen werden die Bilder der dazugehörigen Bezeichnung gezeigt. Die Kinder sollen zunächst nur die Karten zuordnen. Dazu befinden sich zur Kontrolle auf der Rückseite der Karten gleiche Symbole. Für ältere Kinder fehlen diese, und es wird ganz normal Memory damit gespielt.
Station 3: Arbeitsblatt - Partner- / Einzelarbeit
Bestandteile des LöwenzahnIn Partnerarbeit sollen die Schüler die Zuordnung der Begriffe Wurzel, Blatt, Knospe, Blüte und Frucht zu den einzelnen Pflanzenteilen leisten. Dazu liegen Wortkärtchen aus, die auf ein Arbeitsblatt an entsprechend markierte Stellen gelegt werden müssen. In Einzelarbeit übertragen die Schüler ihr Ergebnis auf ein Arbeitsblatt.
Differenzierung: Schüler, die früher fertig sind, malen das Bild aus.
Station 4: Pflanzen unterscheiden und zuordnen - Gruppenarbeit
Durch visuelles Wahrnehmen sollen die Schüler den Löwenzahn von anderen Pflanzen unterscheiden und anschließend verschiedene Pflanzenteile zuordnen. Dazu liegen verschiedene Pflanzen und Pflanzenteile in Gefäßen aus. Auf der Rückseite der Pflanzengefäße befinden sich die Namen (Kontrolle).
Station 5: Gedicht "Löwenzahn" - Einzelarbeit
Gedicht von GeúggenmosDas Gedicht greift den spielerischen bzw. emotionalen Bezug der Kinder zur Pusteblume auf. Auf einem Cassettenrecorder können sie sich das Gedicht anhören und sollen raten, um was es geht. Danach können sie sich die Lösung auf dem Casettenrecorder anhören und noch einmal das Gedicht. Nach dem Rückspulen sollen die Schüler den Ausgang des Gedichts bildlich festhalten.
Differenzierung: Gedicht lesen.
Station 6: Büchertisch - Einzel- / Partner- / Gruppenarbeit
Die Schüler sollen sich verschiedene Bücher und Bildmaterial ansehen und sich anschließend darüber unterhalten.
Station 7: Löwenzahnspiel - Gruppenarbeit
Würfelspiel mit Frage und Antwortkärtchen. Dabei werden auch Aufgaben mit der Lesemaschine und Rechenkärtchen gestellt. Die Fragen betreffen den Löwenzahn, aber stellen auch Aufgaben:

3.5.2. Weiteres Material Zurück

Lied
LöwenzahnliedMusik ist auf einer Kasette aufgezeichnet. Kinder sollen sich die Musik anhören und dazu das Löwenzahnlied spielen. Dann sollen sie die Instrumente nehmen und dazu spielen (Glockenspiel, Xylophon, Klangstäbe, Metallophon).
Das Lied ist in einer G-Dur Pentatonik geschrieben. Es fehlen die sogenannten Halbtonschritte beim 4. und 7. Ton der Dur-Tonleiter. Da alle Töne der Pentatonik als Begleitung passen, eignet sich das Lied sehr gut zum Ausprobieren von zweiten Stimmen. Die Stabspiele sollten dabei so eingerichtet sein, daß die Zwischentöne Fis und C herausgenommen werden. Nachklingende Instrumente (Metallophon) sollten lange Töne, kurzklingende Instrumente (Xylophon) kurze Klänge spielen.
Anfangen können die Kinder, indem sie einfach alle Töne der pentatonischen Tonleiter rauf- und runterspielen. Dabei kann ein Instrument von oben anfangen das andere von unten. Die Spieler müssen jedoch darauf achten, daß das Lied im Vordergrund steht. Sie müssen aufeinander hören und sich dem Singen unterordnen (begleiten). Zur Einleitung jeder Strophe kann ein kurzes instrumentales Vorspiel gestaltet werden. Dies kann mit Hilfe der pentatonisch vorgegebenen Töne frei erarbeitet werden, sollte jedoch dann eine feste Form erhalten.
Puzzel
Löwenzahn-PuzzleEin Puzzel soll aus der einen Hälfte des nebenstehenden Blattes ausgeschnitten werden und auf den Rahmen auf der anderen Seite des Blattes aufgeklebt werden.
Dann können die Kinder das Bild ausmalen.
Lückentext
Den Kindern wird ein Arbeitsblatt gegeben, bei dem sie einen Lückentext aus einer vorgebenen Sammlung mit Löwenzahnwörten die Lücken füllen müssen.

Den Löwenzahn finden wir überall

Den Löwenzahn finden wir meistens Aufschlag grünen ________________. Mit seiner langen _______________________________ holt er sich das ______________________ tief aus dem Boden. Die Blüte ist hellgelb. Aus jeder Blüte wird eine _____________. Diese Frucht besteht aus einem ________________________, ________________ und ________________. Der Schirm ist der Flugapparat. Der Samen kann so vom _____________ überall hingetragen werden. Deswegen wird der Löwenzahn auch __________________________ genannt.
Wiesen Wind Wasser
Stiel Frucht Samenkörnchen
Pfahlwurzel Pusteblume Schirm

4. Stationenlernen in Stichworten Zurück

4.1. Vorbereitung zu Hause
4.2. Formale Kriterien
4.3. Vor dem Unterricht
4.4. Unterrichtsverlauf
4.5. Rundgang
4.6. Ergebnissicherung
4.7. Lehrerrolle

4.1. Vorbereitung zu Hause Zurück

4.2. Formale Kriterien Zurück

4.3. Vor dem Unterricht Zurück

4.4. Unterrichtsverlauf Zurück

4.5. Rundgang Zurück

Stationen mit den Schülern abgehen und inhaltliche, arbeitstechnische Fragen klären:

Auch Kombination der einzelnen Möglichkeiten

4.6. Ergebnissicherung Zurück

4.7. Lehrerrolle Zurück

5. Literatur Zurück

Gerhard Sennlaub (Hrsg.)
Feuer und Flamme, 99 Vorschläge zu Arbeitsmitteln für Freiarbeit und Wochenplan, Heinsberg 1984
Ulla Wallascheck
Individuelles Arbeiten und Üben im Lernzirkel, (Buchstaben in der ersten Klasse) Grundschule 2/1989
Gabriele Faust-Siehl
Lernen an Stationen: Kinder und die Einheiten der Zeit, Grundschule 3/1989
Bernd Lehmann
Kinderschule : Lehrerschule, Konkrete Beispiele und Anregungen für die Gestaltung eines kindgerechten Unterrichts. Mit Artikel von Ulla Wallaschek zum Thema Lernzirkel und konkreten Beispielen, Langenau-Ulm, Arnim Vaas Verlag, 1991 ISBN 3-88360-072-5
H. Krebs / G. Faust-Siehl
Lernzirkel im Unterricht der Grundschule, Reformpädagogischer Verlag Jörg Potthoff, Freiburg 1993
Renate Hieber / Annegret von Wedel-Wolff
Lernzirkel "Vergangenheit", Praxis Grundschule 4/1993
Praxis Grundschule
Stationentraining zur Erarbeitung des GWS (Heft: 1 / 1994)
Wortschatzarbeit an Lernstationen (Heft 2 / 1994)
Gertrud Gruber / Hildegard Wienholt
Circletraining zum Einmaleins, Grundschule 5 / 1994
Loch/Bleich/Flöck/Hardy/Krayer/Leisenheimer
Soziales Lernen und Methodenlernen Band 1 & 2, Eigenverlag, Kobern-Gondorf 1994
Bernd Badegruber
Offenes Lernen in 28 Schritten, Veritas-Verlag, Linz 1995 ISBN 3-85329-982-2
Gisela Breuer
Freie Arbeit im 1. und 2. Schuljahr, R,Oldenbourg Vlg., München1995 ISBN 3-486-98571-X
Joachim Schnabel
Freie Arbeit im 3. und 4. Schuljahr, R,Oldenbourg Vlg., München1996 ISBN 3-486-98636-8
Gisela Breuer
Freie Arbeit im 1. und 2. Schuljahr, Prögel Verlag, Band 132
Joachim Schnabel
Freie Arbeit im 3. und 4. Schuljahr, Prögel Verlag, Band 173

6. Fußnoten Zurück

(1) Dieses Thema wurde in Anlehnung an einen Artikel von Uta Wallascheck (siehe Literaturhinweis) erarbeitet.
(2) Ingeborg Rathman, Circuit mit Kindern, Musische Stunde 30/ 1987
(3) Vgl. Artikel von Uta Wallascheck in Bernd Lehmann, Kinderschule : Lehrerschule, Ulm, 1991 und Gabriele Faus-Siehl Grundschule 3/89 Seite 23
(4) Dieser Absatz verwendet eine Zusammenstellung von Gabriele Faust-Siehl
(5) Vgl. Ulla Wallascheck, Individuelles Arbeiten und Üben im Lernzirkel, Grundschule 2/1989
(6) Vgl. Gerhard Sennlaub (Hrsg.), Feuer und Flamme, 99 Vorschläge zu Arbeitsmitteln für Freiarbeit und Wochenplan. Heinsberg 1984 S. 51 Wortfächer, S.42 Stöpselspiel
(7) In Haushaltswarengeschäften, e.v. auf Bestellung, erhältlich. Kosten ca. 50,- DM für alle Buchstaben
(8) Gertrud Gruber / Hildegard Wienholt, Circletraining zum Einmaleins, Grundschule 5 / 1994
(9) Vgl. Praxis Grundschule 4 / 1985 S 27/28
(10) Vgl. Beitrag von Heidi Bremkamp, Grundschule 4 / 1994
(11) Renate Hieber / Annegret von Wedel-Wolff, Lernzirkel "Vergangenheit", Praxis Grundschule 4/1993
(12) Siegfried Aust / Hans Poppel, Kinder, wie die Zeit vergeht, Von Uhren und anderen Zeitmessern, Reihe Spaß mit Technik, Erfindungen - nachgedacht und nachempfunden, Ueberreuter, Wien, Heidelberg 1984
Marlene Reidel, Die 12 Monate, Sellier, München 1978
Elisabeth Borchers / Dietlind Blech, Und oben schwimmt die Sonne davon, Ellerman, München 1981
(13) Die Idee zu diesem Material und die Vorlagen werden unter Montessori-LehrerInnen weitergegeben.
© 1995 bwachter@welleg.de