- 1. Einführung
- 2. Arbeiten an Lernstationen
- 3. Materialien für das Stationenlernen
- 4. Stationenlernen in Stichworten
- 5. Literatur
- 6. Fußnoten
- 1.1. Definition
- 1.2. Motivation für das Stationenlernen
- 1.3. Regeln
Im Jahre 1952 entwickelten die Engländer Morgan und Adamson ein
Trainingssystem für den Leistungssport, das sie entsprechend seinem Aufbau
"Circuit" (Kreislauf, Abgerundetes) nannten. Seinem Ursprung entsprechend war
dieses "Zirkeltraining" auf ein bestimmtes Lernziel fixiert, das es in
verschiedenen wiederholbaren Schritten zu erreichen galt. Der Vorteil
gegenüber konventionellen Trainingsmethoden bestand darin, dass innerhalb
der Lerngruppe alle gleichzeitig übten und jedes Lernniveau individuell
unterstützt werden konnte.
Im Zuge der offenen Unterrichtsformen wurde seit 1987
(2) die Trainingsform gerade wegen dieses Aspektes in einer
neuen Form des spielerischen Lernens auf andere Fächer übertragen.
Dabei wurde die Fixierung auf ein festes, eingeschränktes Lernziel
zugunsten einer fächerübergreifenden Thematik aufgegeben. So bekam
das "Stationenlernen" oder auch "Lernzirkel", als eine Form des
selbständigen, selbsttätigen und differenzierenden Unterrichts,
seinen festen Platz im "Offenen Unterricht".
Der Begriff "Zirkeltraining" wird wegen der
Assoziationen zu dem durch Rigidität gekennzeichneten Training im
Leistungssport kaum noch verwendet. (3).
Stationenlernen ist eine Form der Freiarbeit, bei der ein Thema
über vielfache Zugänge erarbeitet und vertieft wird. Dazu werden
einzelne Stationen aufgebaut, die dem Schüler selbständiges Arbeiten
an jeder Station ermöglichen. Jedes Kind sollte so intensiv tätig
sein, wie es im Moment vermag. Durch selbstbestimmte Auswahl der Stationen mit
den dort angebotenen Übungen können die Schüler ihre
Möglichkeiten erproben, sich so selbst bestätigen und sich in ihren
Leistungsmöglichkeiten immer wieder neu erfahren. Jede Arbeit führt
zu einem Erfolgserlebnis und regt zu neuem Tun an.
"Übung macht den Meister !" Wer kennt sie nicht, die Sprüche,
die Schüler zum Weiterarbeiten an einer Sache anhalten sollen. Oft ist
diese Aufgabenstellung für die Schüler mit Gleichförmigkeit und
mit langweiligem Aufschreiben in ein Heft verbunden. Das Stationenlernen ist
ein Weg, wie das Üben interessanter werden kann.
Die Übungsformen des Stationenlernens haben einen hohen
Anreizcharakter, da sie spielerische Elemente beinhalten und abwechslungsreich
gestaltet werden können.
Auch im Blick auf den Gedanken, aus dem Kindergarten vertraute Spiel-
und Lernformen in der Schule weiterzuführen, ist diese Unterrichtsform
erwähnenswert. Elemente des freien Spiels im Kindergarten werden hier als
Vorstufe der Freien Arbeit erkennbar. Den Kindern werden fast spielerisch
Arbeitstechniken und Arbeitsformen vermittelt, die sie befähigen,
individuelle Arbeits- und Lernstrategien zu entwickeln.
Alle Schüler sind gleichermaßen aktiv und ein unmittelbares
Erfolgserlebnis ist möglich, da die Leistungssicherung durch Selbst- und
Partnerkontrolle erfolgt. Für den Lehrer sind hierbei ausgezeichnete
Beobachtungsmöglichkeiten und die Möglichkeit gegeben, Kinder
individuell zu betreuen.
Auch den Kindern gefällt diese Art von Unterricht. Auf die Frage,
wo man mehr lernt, beim Stationenlernen oder beim normalen Unterricht,
antworteten die Kinder:
| Petra: |
"Beim Lernzirkel. Weil man da alles machen kann. Zum Beispiel kann
man da rechnen und beim Rechnen, da kann man nur rechnen." |
| Eugen: |
"Beim Tischereisen, weil dort hat man freie Auswahl. Sonst hat man
nur immer ein bestimmtes Fach und eine bestimmte Zeit." |
| Erika: |
"Beim normalen Unterricht sagt der Lehrer, was man machen muss. Im
Lernzirkel, da kann man sich aussuchen, was man machen will." |
| Silvia: |
"Beim Lernzirkel, da gibt es Spiele. Im anderen Unterricht muss man
machen, was der Lehrer will." |
| Gabriel: |
"Heute mussten wir nicht lernen, wir durften machen, was wir
wollten." |
Das Lernen an Stationen weist vier typische Unterrichtsphasen auf:
| 1.Motivation |
| Die Heranführung an die Thematik leistet ein
Anfangsgespräch, eine Motivationsfigur, eine Stille-Übung oder die
Erinnerung an bereits Gelerntes. |
|
| 2.Rundgang |
| Ein Rundgang entlang der Stationen bietet Gelegenheit zu
kurzen Erläuterungen. Mit dem Stationenlernen nicht vertraute Schüler
werden eingewiesen. |
|
| 3.Arbeit |
|
| 4.Schlussgespräch |
| Im Schlussgespräch berichten die Schüler über
ihre Arbeit, Lernergebnisse, einzelne thematische Aspekte kommen zur Sprache,
es wird vorgelesen, Produkte, wie Zeichnungen, Modelle, Gestaltungsergebnisse
und ähnliches werden vorgelegt. |
|
Die Themen sollten zwei Bedingungen erfüllen:
| Selbständigkeit: |
Sachliche und didaktische Intention dürfen nicht die
gleichzeitige Aufmerksamkeit aller erfordern und nicht vornehmlich die
Verständigung in einem gemeinsamen Gespräch verlangen. |
| Eigenständigkeit: |
Das didaktische Arrangement muss mehrere oder eine Vielzahl von
Wegen durch das Gesamtthema ermöglichen. |
Andernfalls ist das Stationenlernen unterrichtsorganisatorisch
unangebracht. Es gibt einige Verfahrensweisen, die sich für eine
erfolgreiche Durchführung als notwendig erwiesen haben:
- Die Stationen sind numeriert oder durch Symbole
gekennzeichnet, um eine Übersicht und Orientierungsmöglichkeit zu
gewährleisten.
- Jede Station sollte so aufgebaut sein, dass ohne
Lehrerunterstützung gearbeitet werden kann. Dazu ist unter
Umständen eine klare kurze Arbeitsanweisung erforderlich.
- Die Aufgaben müssen vom Arbeitsaufwand her leistbar sein.
Die einzelnen Stationen müssen geordnet und vom Arbeitsablauf her klar
geregelt sein.
- Die Aufgaben sollen die Möglichkeit der Selbstkontrolle
bieten.
- Die Aufgaben sollen differenziertes Arbeiten ermöglichen
(Fächer, qualitatives/quantitatives Niveau, Sozialformen,
kognitive/kreative/soziale Schwerpunkte)
- Es genügt, wenn die meisten Aufgaben nur einmal da sind.
Dadurch werden sie attraktiver und fordern Abwechslung und Verständigung.
- Die einzelnen Stationen sollten soweit möglich viele
Sinne berücksichtigen.
- Es wird bei umfangreichen Lernzirkeln von den Kindern nicht erwartet,
dass sie an allen Stationen arbeiten. Es wird allerdings vereinbart, dass eine
einmal angefangene Arbeit zu Ende geführt werden muss. Die Auswahl der
Reihenfolge ist meist frei.
- Sein Arbeitstempo bestimmt jeder Schüler selbst.
- Die Schüler helfen sich gegenseitig und vergleichen und
korrigieren ihre Ergebnisse.
- 2.1. Der Anfang
- 2.2. So geht es weiter
- 2.3. Die Höchstform
Auch das Stationenlernen will gelernt werden. Durch die
vielfältigen Stationen werden unterschiedlichste Lernmethoden angeboten.
Die dazu nötige Methodenkompetenz wird am besten dadurch erreicht, dass
die Kinder sorgfältig und schrittweise in das Stationenlernen
eingeführt werden.
Beginnen sollte man mit einer relativ kleinen Anzahl von 4 - 5
Stationen. Es bietet sich an, die einzelnen Stationen an den Gruppentischen der
Klasse aufzubauen. Der Arbeitsauftrag an jeder Station wird der ganzen Klasse
erklärt. Jede Gruppe beginnt am eigenen Gruppentisch. Nach einem vorher
vereinbartem Signal wechseln alle an den nächsten Tisch.
Da nicht zu erwarten ist, dass alle Kinder gleichzeitig fertig werden,
sollten noch kleinere Differenzierungsaufgaben bereitgehalten werden. Um
Anfänger im Stationenlernen nicht zu überfordern, sollten die ersten
Versuche nicht länger als 20 Minuten dauern.
Auch nach längerer Übung des Stationenlernens ist es beim
nächsten Schritt wichtig, die Schüler vor der nächsten
Arbeitsphase mit den Stationen vertraut zu machen. Deshalb wird zunächst
ein Rundgang unternommen, und die einzelnen Aufgaben werden dabei erklärt.
Es kann vorkommen, dass einige Kinder sich nicht entscheiden
können, bei welcher Station sie anfangen. In diesem Falle kann die erste
Station durchaus zugewiesen werden, die nächsten müssen sie aber
selbst wählen.
In dieser Phase sollten es auch mehr Stationen sein ( 7 - 8 ), und die
Zirkelzeit wird gesteigert. Als Anreiz für die Schüler, an
verschiedenen Stationen zu arbeiten, und als Kontrollmöglichkeit für
den Lehrer bekommt jedes Kind ein Kärtchen, auf welches an jeder
bearbeiteten Station ein Punkt geklebt wird. Es ist auch ein Programmzettel
möglich, bei dem schon erledigte Aufgaben abgehakt werden.
Schriftliche Aufgaben können die Kinder im Heft erledigen, was dem
Lehrenden eine umfassende Kontrollmöglichkeit gibt.
Jetzt sollte man nicht mehr darauf bestehen, dass alle Kinder alle
Stationen durchlaufen. Vielmehr sollte der Zirkel offen gestaltet werden.
Schwächere und langsamer arbeitende Schüler können in der
Folgestunde weiterarbeiten. Leistungstärkere Kinder werden mit
Zusatzmaterial beschäftigt. Auf diese Weise ergibt sich eine
Differenzierung nach Interesse und Niveau von selbst.
Bei vielen Schülern wird durch das Stationenlernen Interesse an
einer bestimmten Übungsform geweckt. Im Rahmen der Freiarbeit sollten sie
dann Gelegenheit erhalten, sich intensiver und über einen längeren
Zeitraum damit zu beschäftigen.
Auch eine kreativere Möglichkeit der Fortführung ist denkbar
in Form von selbsttätiger Materialerstellung z.B. mit Memorykarten,
Dominosteinen oder Rechenschieberaufgaben, usw.
In der Höchstform des Stationenlernens, den thematischen Zirkeln,
wird ein fächerübergreifender Aspekt verwirklicht. Als Themen bieten
sich Anlässe aus dem Jahreskreis (z.B. Nikolaus, Weihnachten, Winter,
Fasching, Ostern, ...), aus dem Heimat- und Sachunterricht (z.B. Tiere, Sinne,
Wasser, ... ) oder aus dem Erfahrungs- und Erlebnisbereich der Kinder (z.B.
Feste, Drachen, Märchen, ...) an.
Zu diesen Themen können leicht Angebote aus allen Fächern
zusammengestellt werden. Die Angebote sind inhaltlich aufeinander abgestimmt,
und die Konzentration auf ein bestimmtes Thema wird zum Prinzip. Die Zirkel
können über Stunden und Tage ausgedehnt werden und bekommen so einen
projektartigen Charakter.
Um den Überblick bei sehr vielen Stationen zu erleichtern, kann man
Zonen einführen. Zonen sind farblich zusammengefasste Stationen, die sich
von den anderen durch Art oder Anspruchsniveau unterscheiden.
Das Stationenlernen wird in jeder Stufe immer so rechtzeitig
abgebrochen, dass Zeit für einen gemeinsamen, die Stunde abrundenden,
Schlusskreis bleibt.
- 3.1. Einführung von Buchstaben (1.
Klasse)
- 3.2. Mathematik am Beispiel: Einmaleins (2.
Klasse)
- 3.3. Vergangenheit (4. Klasse)
- 3.4. Einheiten der Zeit (2. Klasse)
- 3.5. Löwenzahn (1. Klasse)
Das Material sollte so gestaltet sein, dass es
lehrerunabhängiges Arbeiten ermöglicht und die Selbständigkeit
der Kinder fördert(4):
- Es sollte keine langen Einführungen benötigen
- aus sich selbst verständlich sein,
- oder durch kurze mündliche oder schriftliche Erläuterungen
verständlich werden,
- oder in der Klasse bereits eingeführt sein.
- Die Aufgaben müssen leistbar sein
- und sollten die Möglichkeit der Selbstkontrolle bieten.
- Das Material sollte differenziertes Arbeiten nach Interesse und in
unterschiedlichem Niveau ermöglichen.
- Das Material sollte dem kindlichen Lernen entgegenkommen
(tätig-handelnd, spielerische Formen)
Das vom Lehrer vorgegebene Material setzt den Standard und wirkt als
Vorbild. Es muss daher sorgfältig hergestellt werden und ästhetischen
Ansprüchen genügen. Die einzelnen Stationen müssen in
"geordneter Lernumgebung" angeboten werden und vom Arbeitsablauf klar geregelt
sein. Die letzten beiden Punkte orientieren sich an methodischen Prinzipien
Maria Montessoris und der Montessori-Schulen.
Die Materialbeschaffung ist sicherlich ein Langzeitprozess. Es ist
gewinnbringend, im Kollegium zusammenzuarbeiten, zu sammeln und sich somit
einen Überblick zu verschaffen.
Im folgenden ein paar Beispiele für die Materialgestaltung aus
verschiedenen Fächern und Klassenstufen. Bemerkenswert ist, wie bestimmte
Spiele für die vielfältigsten Bereiche adaptiert werden können:
- 3.1.1. Die Stationen
- 3.1.2. Weitere Stationen
Die Einleitung geschieht in herkömmlicher Form über eine
Handpuppe, einen Zungebrecher oder ähnliches. In die Erzählung
eingeflochtene Elemente fordern dazu auf, dass Klangstruktur und Formmerkmale
des neuen Buchstabens wahrgenommen werden.
Deutliche Artikulation des Lautes, körperliches Erfahren der
Lautbildung und ein Schreibspruch zur Schwungübung, der rhythmische und
lockeres Schreiben erleichtert, bereiten die Kinder auf ihre Arbeit vor. Der
neue Buchstabe sollte identifiziert, diskriminiert und in seiner Stellung im
Wort erkannt werden.
Es sollte nochmals der Bezug zur Eingangsmotivation hergestellt werden
und dann beginnt die Reise ins "Buchstabenland". Die einzelnen Stationen werden
auf der "Reise", einem Rundgang an den Stationen entlang, erklärt.
- Station 1: Sandpapierbuchstaben
- Das Fühlen des Buchstabens anhand von Sandpapierbuchstaben
spricht den Tastsinn an und läßt die Buchstabenformen über
diesen erfahren und einprägen. Dabei werden auch soziale Kontakte
verbessert, indem ein Kind dem anderen den Finger führt.
- Station 2: Fingerfarben
- Mit Fingerfarben dürfen die Kinder den Buchstaben "stempeln".
Schön ist es, wenn die Gestaltung der Plakate in den thematischen Rahmen
eingebunden wird, z.B. indem man bei der Einführung von z/Z in
"Zauberhüte" stempelt.
- Station 3: Buchstabe auf den Boden geklebt
- Auch im Abschreiten erfahren die Kinder über den
Gleichgewichtssinn die Form des Buchstabens.
- Station 4: Puzzle
- Ein Buchstaben-Puzzle lenkt die Aufmerksamkeit der Kinder auf die
Formmerkmale des Buchstabens und fördert neben der optischen Wahrnehmung
auch Konzentration und Ausdauer.
- Station 5: Stempel - Identifizieren und Diskriminieren
- Aus mehreren (den schon bekannten) Buchstabenstempeln sollen die
Kinder den neuen Groß- und Kleinbuchstaben aussuchen und auf dafür
vorgesehene Plakate stempeln.
Mit zunehmender Lesefähigkeit sucht sich
jeder Schüler aus bereitgestelltem Wortmaterial ein Wort mit diesem
Buchstaben aus und stempelt dieses auf ein Wortkärtchen. Diese
Kärtchen können den Ausgangspunkt für eine Leseübung in
einer weiterführenden Stunde bilden.
- Station 6: Wortfächer
- Eine Übung zur Synthese stellen Wortfächer dar. Die in
falscher Reihenfolge zusammengehefteten Buchstaben müssen von den Kindern
zu einem sinnvollen Wort angeordnet werden. Die richtige Lösung ist auf
der Rückseite bildlich dargestellt.
- Station 7: Leseübung
- Es werden Wörter zu entsprechenden Bildern zugeordnet.
Zusammengehörige Kärtchen sind auf der Rückseite mit gleichen
Symbolen gekennzeichnet.
- Station 8: Stöpselspiel - Akustische Analyse
- Unter die entsprechenden Bilder werden drei Löcher
gestanzt. Die Kinder hören das Wort genau ab und stecken den Stöpsel
in das erste Loch, falls das abgebildete Wort den neuen Buchstabenanlaut hat
(Inlaut=mittleres Loch, Auslaut=letztes Loch). Die Selbstkontrolle erfolgt
dadurch, dass auf der Rückseite das Antwortloch farbig gekennzeichnet ist
(6).
- Optische und haptische Wahrnehmung
- Buchstaben kneten, sticken, mit Stäben legen, aus Draht,
Pfeifenputzern, mit Bändern oder Wolle kleben, ausstechen mit Ausstecherformen (7), auf Nagelbrett mit Gummi
oder Wolle spannen, in Sand schreiben, in Teig oder Knete ritzen, mit
Klebestift auf Papier schreiben und mit Sand oder Sägemehl bestreuen, am
Tafelanschrieb optisch hervorheben oder ergänzen.
Eine
"Buchstabenstraße" an die Magnettafel hängen. Die Begrenzung der
Straße bilden zwei mit Kugeln beschwerten Schnüre.
Buchstaben
aus Zeitungen ausschneiden und eine Collage kleben
- Akustische Erfahrungen
- Bildkarten nach Lauten unterscheiden; Arbeitsblätter "Anlaut -
Mitte - Auslaut", mini-LÜK "Bilder - Buchstaben - Wörter" 1,2 und 3;
Bildkarten in Körbchen ordnen (Anlaut, Inlaut, Auslaut) mit Symbolen als
Selbstkontrolle.
- Syntheseübungen
- Schreibmaschine, Leseuhr, Steckwürfel mit
Buckstabenprägung, Lesekasten, Druckerei, Satzrollen, Leseröllchen
(Wörter und Sätze), in Wort mit neuem Buchstaben schreiben und in
"Buchstabenzug" einsteigen lassen; malen in Bild (sinnerfassendes Lesen,
später wird daraus ein Buch für die Leseecke).
- 3.2.1. Die Stationen
- 3.2.2. Weitere Stationen
Die Stationen beziehen sich ausschließlich auf die Reihen 5, 10,
2, 4, und 8, weil dies mit den Erfordernissen des bayrischen
Grundschullehrplans übereinstimmt.
Beim einleitentenden Rundgang sind alle Rückfragen bezüglich
der Aufgabenstellung bei den Stationen zu klären. Genaue Vereinbarungen
wie das Arbeitsmaterial für die nächste Schülergruppe zu
hinterlassen ist, sind zu treffen. Neue Materialien können beim
Stationenlernen gut eingeführt werden. Der Lehrer sollte an dem Tisch mit
den neuen Materialien zur Verfügung stehen, um notwendige Hilfestellung zu
leisten.
Am Ende sollte ein Rechenspiel stehen, bei dem die Klasse wieder
gemeinsam arbeitet.
- Station 1: Setzleiste
- Die Setzleiste hat zwei tiefe Rillen. Aufgabenkärtchen werden
von den Partnern so versenkt, dass die Antwort verdeckt ist. In jede Rille
passen 6 - 8 Aufgabenkärtchen. Die Ergebnisse werden berechnet und
können dann durch herausziehen des Kärtchens kontrolliert werden.
Alternative: Zu einer Ergebniszahl müssen die möglichen Aufgaben
gefunden werden.
- Station 2: Filmdose
- Aus einem Schlitz in einer Filmdose wird ein darin aufgerollter
Papierstreifen gezogen auf dem die Aufgaben und ein Stückchen weiter die
Lösungen stehen. Mit Hilfe eines Holzstabes, der am inneren Ende des
Papierstreifens befestigt ist, kann er wieder aufgewickelt werden.
Schwierigkeitsgrade können auf dem Deckel vermerkt werden.
Ähnliches kann man mit gefalteten Streifen und einer Streichholzschachtel
machen.
- Station 3: Rechenschieber
- Er hat einen Streifen mit Aufgaben und einen mit den Lösungen.
Die Kinder müssen beides in Deckung bringen und aufschreiben. Die
Kontrolle erfolgt durch auf die Rückseite angebrachter farblicher
Markierungen.
- Station 4: Walkman
- Auf eine Kassette werden abwechselnd Aufgaben und nach einem
akustischen Signal die Lösungen gesprochen. Die Lösungen sollten
aufgeschrieben werden und können dann verglichen werden. Es sind entweder
mehrere Walkmans oder Kassettenrekorder zur Verfügung zu stellen, oder
einer mit mehreren Kopfhöreranschlüssen zu versehen.
Am Ende
müssen sie wieder zurückgespult werden !
- Station 5: Domino
- Die eine Hälfte jedes Dominosteines enthält eine Aufgabe,
die andere die Lösung einer anderen Aufgabe. Auf der Rückseite ist zu
der Lösung die gesamte Aufgabe vermerkt (Selbstkontrolle !). Partner- oder
Gruppenspiel ist möglich.
- Station 6: Quartett
- Auf jeweils einer Karte steht eine Aufgabe, auf der anderen nur die
Lösung. Die Karten werden verdeckt verteilt (mindestens 4 Schüler).
Reihum sind alle Schüler dran. Hält er Aufgabe und Lösung in der
Hand, darf er das Paar ablegen und er darf einen von den anderen nach Aufgaben
oder Lösungen fragen. Wenn diese die Karten besitzen, bekommt er sie von
ihnen und darf sie auch ablegen. Sieger ist, wer die meisten Paare ablegen
konnte.
- Station 7: Postkartenpuzzle
- Auf jedem Arbeitsplatz ist eine Karte, in der Größe einer
Postkarte, die in Felder mit Aufgaben unterteilt ist. Zu jedem Feld gehört
das Puzzleteil einer Postkarte, das auf der Rückseite die
dazugehörige Lösung vermerkt hat. Es kommen keine gleichen Ergebnisse
vor, so das die Kinder sich das Puzzleteil an Hand der Lösung heraussuchen
können und so das Bild erhalten.
- Station 8: Tangram (9)
- Jedes Tangram besteht aus geometrischen Teilen. Auf jedem Teil steht
auf mindestens einer Seite eine Aufgabe bzw. Lösung. Durch richtiges
Aneinanderlegen entsteht die endgültige Form.
- Station 9: Rechnungen am Band (siehe auch)
- Pappstreifen sind auf eine Schnur aufgefädelt. Auf der
Vorderseite der Karten befindet sich eine Aufgabe, auf der Rückseite die
Lösung.
Variante Flaschendeckel: Auf Schraubverschlüsse werden
Aufgaben geklebt, auf die Innenseite die Lösungen
- Station 10: Würfel
- Am Platz liegt ein Würfel mit den Zahlen 1 - 10 bereit(Solche
Würfel gibt es bei den Lehrmittelverlagen bzw. in
Spielwarengeschäften). Die Kinder wählen eine Einmaleinsreihe.,
würfeln und lösen die Rechnung. Der Partner hat zur Kontrolle einen
Zettel mit den Lösungen der Reihe.
Variante: Blanko-Würfel wird
mit entsprechenden Aufklebern versehen
- Station 11: Angelspiel (10)
- In einem von zwei großen Zylindern aus Pappe befinden sich mit
Büroklammern versehene Meerestiere auf denen Aufgaben stehen. Diese werden
"blind" mit einer Angel, die am Ende einen Magneten hat, geangelt. Danach muss
das dazugehörige Lösungskärtchen aus dem anderen Zylinder
geangelt werden. Das Lösungskärtchen hat noch einmal klein die ganze
Aufgabe zur Kontrolle vermerkt.
- Station 12: Bingo
- Benötigt werden hier Bingokarten, Aufgabenkarten und Chips.
Jeder Schüler nimmt eine Bingokarte, auf der die Ergebnisse geschrieben
sind. Der Gruppensprecher liest die erste Aufgabenkarte vom Stapel vor, ein
Schüler löst sie. Wer das Ergebnis auf seiner Bingokarte vorfindet,
belegt das entsprechende Feld mit einem Chip. Ein "Bingo" kommt zustande, wenn
waagerecht,senkrecht oder diagonal 3 Chips liegen. Sieger ist, wer nach Ablauf
der Zeit die meisten "Bingos" aufzuweisen hat.
- Station 13: Memory
- Die Memoryspielweise ist den Schülern bekannt: Jeweils zwei
Karten müssen zusammenpassen. Variationsmöglichkeiten bestehen
hinsichtlich der Paarbildung:
- Aufgabe und Ergebnis
- Zwei Aufgabenkarten, die dasselbe Ergebnis aufweisen
- Rechenaufgabe und zeichnerische Darstellung
- Station 14: Rechentaschen
- Aufgabenkarten, die eventuell mit Schwierigkeitsgraden versehen sind,
werden durch Rechentaschen geschoben. Dabei erscheint im Sichtfeld
zunächst eine Aufgabe, ein Stück weiter, farblich abgehoben, das
Ergebnis. Danach folgen die nächsten Aufgaben.
- 3.3.1. Die Stationen
- 3.3.2 Weitere Stationen
Im Rahmen des Texteverfassens stellen Lehrerinnen und Lehrer immer
wieder fest, dass die Kinder Schwierigkeiten mit der Präteritumform,
besonders bei starken Verben, haben. Da die Kinder im mündlichen
Sprachgebrauch nur die Perfektform verwenden, müssen die
Präteritumformen zum Teil wie neue Vokabeln gelernt, eingeprägt und
vielfältig geübt werden. Dazu bietet sich das Stationenlernen an.
Die Reihenfolge der Bearbeitung der Stationen ist freigestellt. Station
4,5 und 10 dienen als Puffer, da hier für mehrere Kinder Arbeitsmaterial
und Platz vorhanden ist. Zum leichteren Auffinden jeder Station sind Nummer,
Name, Sozialform (durch Punkte gekennzeichnet), ob Wahl- oder Pflichtaufgabe
und ob die Aufgabe schriftlich oder mündlich durchgeführt werden soll
oder kann, angegeben. Dazu gibt es eine Laufkarte.
Zu Beginn werden diese verteilt, und der Ablauf wird erklärt,
besonders auch, wie man sich verhält, wenn eine Station besetzt ist. Jede
Station wird mit den Kindern abgegangen, die die Stationskarten lesen/deuten
müssen. Unklarheiten sollten dabei beseitigt werden.
Bei der Gestaltung des Materials sollte darauf geachtet werden, dass
Grundplatte und Kärtchen mit der Stationsnummer versehen wird, damit
nichts durcheinander kommt. Es hat sich trotzdem bewährt einen
Großteil der Stationen doppelt zu bestücken.
- Station 1: Textpuzzle (schr., Pflicht, J)
- Die Kinder erhalten Textstreifen einer kleine Geschichte, die in die
richtige Reihenfolge gebracht werden muss. Auf der Rückseite der Streifen
ist zur Selbstkontrolle die Reihenfolge durch Ziffern gekennzeichnet. Es bietet
sich an, für diesen Text in der Vergangenheitsform den gerade geübten
Grundwortschatz zu verwenden.
- Station 2: Erzählbilder (mündl., Pflicht, JJ)
- Großen farbigen Bildern, die viel Handlung enthalten, ordnen
die Kinder zunächst Verbenkärtchen zu. Dazu werden die Kärtchen
an die entsprechenden Stellen im Bild gelegt und dann zum Bild
erzählt.
- Station 3: Setzleisten (schr., Pflicht, J / JJ)
- In den Setzleisten werden Gegenwarts- und Vergangenheitspaare
zugeordnet und laut dazu die Formen gesprochen. Durch anschließendes
Umdrehen einzelner Kärtchen erfolgt die Eigenkontrolle.
- Station 4: Wörter am Band (mündl.,
Pflicht, J)
- Schmale Wortstreifen werden auf ein Band gezogen. Die Vorderseite ist
mit der Gegenwartsform, die Rückseite mit der Vergangenheitsform
beschriftet. Dabei kann sowohl von der Gegenwarts- als auch von der
Vergangenheitsform ausgegangen werden, und die jeweilig andere Seite dient der
Eigenkontrolle.
- Station 5: Lückentexte (schr., Plicht, J)
- Auf einer Karte befindet sich ein Lückentext, bei dem die
Grundform in Klammern angegeben ist, auf einer anderen der vollständige
Text, in dem die entsprechenden Verben unterstrichen sind. Die Karten sind mit
Folie überzogen bzw. laminiert. So können die Kinder mit Folienstift
die passenden Wortformen einfügen. Das Blatt wird nach der Kontrolle mit
einem feuchten Lappen abgewischt.
Es sollten unbedingt mehrere längere
und kürzere Texte zur Auswahl angeboten werden.
- Station 6: Schieber (mündl./schr., Wahl, J)
- Für diese Aufgabe wird ein leicht selbst zuerstellender Holz-
oder Pappschieber benötigt. Die Kinder schieben die vorgegebenen 3
Streifen (mit Grund-, Gegenwarts- und Vergangenheitsform) so lange hin und her,
bis die passenden Formen im Sichtfenster des Schiebers nebeneinander
stehen.
- Station 7: Sortierkästen (mündl./schr., Wahl, J / JJ)
- Auf eine Legekarte, auf der einzelne Grund- oder Vergangenheitsformen
angegeben sind, müssen die fehlenden Formen einsortiert werden.
- Station 8: Domino (mündl./schr., Wahl, JJ / JJJ / JJJJ)
- An einem Raupenkopf legen die Kinde Dominokärtchen an. Diese
Aufgabe kann auch gut auf dem Fußboden durchgeführt werden.
- Station 9: Aus vergangener Zeit (mündl./schr., Wahl, J /
JJ)
- Zu dem Anfang eines bekannten Märchens werden passende
Vergangenheitsformen für das Weitererzählen angeboten.
- Station 10: Würfeldiktate (schr., Wahl, J / JJ)
- Die Kinder erwürfeln nach und nach alle Sätze eines
Diktates. Die Reihenfolge wird dabei nicht eingehalten, es werden isolierte
Sätze verwendet. Diese schreiben die Kinder nach der angegebenen Regel
auf.
- Station 11: Suchsel (schr., Wahl, J)
- Diese "Knobelaufgabe" mit hohem Schwierigkeitsgrad reizt Kinder sehr.
Mit einer "Lösungskarte", die aber nur die versteckten Wörter in der
Grundform angibt, können sich die Kinder Hilfe holen.
- Station 12: Lesemaschine (mündl./schr., Wahl, J)
- Die Karten für die Lesemaschine (meist noch aus dem 1. Schuljahr
vorhanden) werden auf der einen Seite mit der Gegenwartsform, auf der anderen
mit der Vergangenheitsform beschriftet. Das Kind schiebt die Karte heraus,
liest sie vor, bildet die andere Form und überprüft mit der
Rückseite.
- Station 13: Kärtchen raus (mündl./schr., Wahl, JJ / JJJ /
JJJJ)
- Diese Spiel kann in Zweier- bis Vierergruppen gespielt werden. Zu dem
Spiel gehören ein Spielplan, 12 blaue und 12 rote Kärtchen. Auf den
blauen ist die Gegenwarts-, den roten die Vergangenheitsform von je einem Verb
vermerkt. Sie werden gemischt und verdeckt auf einen Haufen gelegt. Der Reihe
nach darf jeder ein Kärtchen ziehen. Blaue Kärtchen dürfen
sofort abgelegt werden, rote nur, wenn das entsprechende blaue Kärtchen
schon liegt. Wer anlegen konnte, zieht noch einmal. Gewonnen hat, wer zuerst
alle Kärtchen angelegt hat.
- Station 14: Wendekärtchen (mündl./schr., Wahl, JJ)
- Die Kinder sitzen oder stehen sich gegenüber. Ein Kind hält
die Karten. Das andere liest das Wort und bildet die passende andere Form. Der
Mitspieler bestätigt oder korrigiert mit Hilfe der anderen Seite.
- 3.4.1. Stationen
- 3.4.2. Weitere Stationen
An den 19 Stationen arbeiteten die Schüler an drei Tagen insgesamt
sieben Unterrichtsstunden. Das Stationenlernen beschloss einen
Unterrichtszyklus von 6 Wochen zu dem Thema, und es sollte die vorausgegangenen
Lernprozesse vertiefen und individuell erweitern.
Die Stationen sind nach der Zeit, die sie behandeln geordnet: Zuerst die
Sekunde, zuletzt das Lebensalter.
- Station 1: Schrecksekunde
- Ein mit farbigen Markierungen versehener Stab wird von einem
Schüler fallengelassen und von einem anderen nach dessen Loslassen
möglichst schnell wieder festgehalten. Die Aufgabe kann intensiviert
werden, wenn die Reaktionszeit geschätzt und Vorschläge zu ihrer
Messung gemacht werden sollen.
- Station 2: Kurze Zeiten messen
- Mit Stoppuhren werden kurze Zeitspannen (Abbrennen eine
Streichholzes, einen Hasen von hinten malen, die Monate nennen) erst
geschätzt dann gemessen.
- Station 3: Was kann ich in 1 Minute tun ?
- Es wird beobachtet wieviel in 1 Minute gezählt, Seil gesprungen
oder anderweitig erledigt werden kann.
- Station 4&5: Ein Buch zum Lernen und Malen
- Auf jeder Seite des Heftes erzählt ein kleiner Text über
eine Tätigkeit im Verlauf eines Tages, ein andersfarbiger Text gibt
Hinweise, wie die angesprochene Uhrzeit auf einem Ziffernblatt einzutragen ist.
Station 5 ist eine vereinfachte Version zum Selbermachen.
- Station 6: Stöpselkasten
- Es werden 4 verschiedene Uhrzeiten zu einem Ziffernblatt angeboten.
Nur wenn die richtige Variante durch einen Stöpsel gekennzeichnet wird,
läßt sich die Karte herausziehen.
- Station 7&8: Grünes Buch über die Uhr
(12)
- Es wird ein Buch ausgelegt. Dazu gibt es Arbeitskarten, die zu
erledigen sind (Fragen, Hinweise u.ä.). Zu einem Kindersachbuch über
Uhren und Zeitmessung wird etwa angeregt:
- 1. Auf S. 15 steht, vor wie vielen Jahren die Räderuhren
erfunden wurden.
2. Auf S. 10 siehst du 2 Wasseruhren, haben wir in der
Schule eine Auslaufuhr oder eine Einlaufuhr gebaut ?
3. Sieh dir die
Werkzeuge des Uhrmachers auf S. 30 an !
4. Warum zeigen alle Bahnhofsuhren
die gleiche Zeit an ? (Erklärung S. 23)
Diese Arbeitskarten gliedern
die für Zweitklässler allzu umfangreichen Bücher in einzelne
Abschnitte und regen immer wieder zum Lesen an.
- Station 9: Becherkalender
- In 12 Klarsichtbechern liegt je ein Gegenstand, der entweder genau zu
einem Monat gehört (Maikäfer, Laternenmodell, Osterei,
Faschingsschminke, Weihnachtsschmuck) oder für mehrere Monate stehen kann
(Sonnenbrille; Kastanie). Ein Satz Kärtchen mit den Monatsnamen ist den
Bechern zuzuordnen. Zur Kontrolle stehen die Monatsnamen auf der
Becherunterseite.
- Station 10: Steckleiste
- Auf einer Steckleiste sind die Monatsnamen und eine Reihe von
Ereignissen zuzuordnen. Kontrolle erfolgt durch den durch die Steckleiste
verdeckten Teil der Karten.
- Station 11: Monats-Fächer
- Mehrere Kartonfächer mit einer Anzahl von Monatsnamen sind so zu
ordnen, dass die Namen der Monate in der richtigen Reihenfolge, erscheinen.
Stimmt die Reihenfolge so erscheint auf der Rückseite ein Bild.
- Station 12: Lebenskette (13)
- Zu dieser Station gehört eine Kette mit ca. 13 mal 12 Kugeln,
von denen jede 12. Kugel größer ist. Die Kette steht für das
Lebensalter der Kinder. Die erste Kugel ist der Monat der Geburt. Die dicken
Kugeln sind jeweils die Geburtstage. Auf Kärtchen sind weitere wichtige
Ereignisse vermerkt: Einschulung, meine Schwester, mein Bruder geboren,
schwimmen gelernt, Oma/Opa gestorben und ähnliches mehr. Das Kind legt
seine Karten zu dem Monat, in dem das Ereignis passiert ist.
Diese Material
erfordert eine besondere Einführung. Am Anfang werden besonders kleinere
Kinder die Karten nur zu den großen Kugel legen. Dem Kind wird
einleuchten, dass diese Zuordnung nicht stimmen kann. Besonders interessant
wird es, wenn 2 Kinder an der selben Kette mit verschiedenen Karten
arbeiten.
Gedicht "In dieser Minute", Lernuhr, Sonnenuhr - selbstgemacht,
Kalender-Puzzle, Arbeitsblätter zu den Monaten, Jahreszeiten-Puzzle, Kreis
mit Kärtchen: "Die Zeit läuft im Kreis".

Die Schüler erhalten einen Laufzettel auf dem die besuchten
Stationen eingetragen werden. (Alle dargestellten Bilder lassen sich durch
anklicken vergrößern!)
- 3.5.1. Stationen
- 3.5.2. Weiteres Material
- Station 1: Fühlkasten - Partnerarbeit
- Unter Ausschluß des Gessichtssinnes sollen die Schüler
allein mit Hilfe des Tastsinnes den Löwenzahn von anderen Pflanzen
unterscheiden. Dabei wird differenziert in: Unterscheiden der
Löwenzahnblüte von anderen Blüten und in Unterscheiden des
Löwenzahnblattes von anderen Blättern.
Dazu werden zwei
Fühlkästen mit verschiedenen Blüten bzw. Blättern
aufgestellt. Ein Schüler gibt einem anderen die Pflanzenteile, der sie
dann unterscheiden muß. Zur Kontrolle ist ein Löwenzahnblatt bzw.
Blüte an der Seite der Kästen befestigt.
- Station 2: Memory - Gruppenarbeit
- Memorykarten liegen aus. Auf jeweils einer Karte ist eine Bezeichnung
des Löwenzahns geschrieben auf der dazugehörigen anderen werden die
Bilder der dazugehörigen Bezeichnung gezeigt. Die Kinder sollen
zunächst nur die Karten zuordnen. Dazu befinden sich zur Kontrolle auf der
Rückseite der Karten gleiche Symbole. Für ältere Kinder fehlen
diese, und es wird ganz normal Memory damit gespielt.
- Station 3: Arbeitsblatt - Partner- / Einzelarbeit
In Partnerarbeit sollen die Schüler die Zuordnung der
Begriffe Wurzel, Blatt, Knospe, Blüte und Frucht zu den einzelnen
Pflanzenteilen leisten. Dazu liegen Wortkärtchen aus, die auf ein
Arbeitsblatt an entsprechend markierte Stellen gelegt werden müssen. In
Einzelarbeit übertragen die Schüler ihr Ergebnis auf ein
Arbeitsblatt.
Differenzierung: Schüler, die früher fertig sind,
malen das Bild aus.
- Station 4: Pflanzen unterscheiden und zuordnen - Gruppenarbeit
- Durch visuelles Wahrnehmen sollen die Schüler den Löwenzahn
von anderen Pflanzen unterscheiden und anschließend verschiedene
Pflanzenteile zuordnen. Dazu liegen verschiedene Pflanzen und Pflanzenteile in
Gefäßen aus. Auf der Rückseite der Pflanzengefäße
befinden sich die Namen (Kontrolle).
- Station 5: Gedicht "Löwenzahn" - Einzelarbeit
Das Gedicht greift den spielerischen bzw. emotionalen Bezug
der Kinder zur Pusteblume auf. Auf einem Cassettenrecorder können sie sich
das Gedicht anhören und sollen raten, um was es geht. Danach können
sie sich die Lösung auf dem Casettenrecorder anhören und noch einmal
das Gedicht. Nach dem Rückspulen sollen die Schüler den Ausgang des
Gedichts bildlich festhalten.
Differenzierung: Gedicht lesen.
- Station 6: Büchertisch - Einzel- / Partner- / Gruppenarbeit
- Die Schüler sollen sich verschiedene Bücher und
Bildmaterial ansehen und sich anschließend darüber unterhalten.
- Station 7: Löwenzahnspiel - Gruppenarbeit
- Würfelspiel mit Frage und Antwortkärtchen. Dabei werden
auch Aufgaben mit der Lesemaschine und Rechenkärtchen gestellt. Die Fragen
betreffen den Löwenzahn, aber stellen auch Aufgaben:
- Löwenzahnwörter aus der Lesemaschine lesen
- Einlamierte Löwenzahnsamen müssen gezählt und
addiert bzw. subtrahiert werden(Ergebnis auf der Rückseite)
- Schüler schlagen der Gruppe eigene Spielideen vor
- Lied
Musik ist auf einer Kasette
aufgezeichnet. Kinder sollen sich die Musik anhören und dazu das
Löwenzahnlied spielen. Dann sollen sie die Instrumente nehmen und dazu
spielen (Glockenspiel, Xylophon, Klangstäbe, Metallophon).
Das Lied
ist in einer G-Dur Pentatonik geschrieben. Es fehlen die sogenannten
Halbtonschritte beim 4. und 7. Ton der Dur-Tonleiter. Da alle Töne der
Pentatonik als Begleitung passen, eignet sich das Lied sehr gut zum
Ausprobieren von zweiten Stimmen. Die Stabspiele sollten dabei so eingerichtet
sein, daß die Zwischentöne Fis und C herausgenommen werden.
Nachklingende Instrumente (Metallophon) sollten lange Töne, kurzklingende
Instrumente (Xylophon) kurze Klänge spielen.
Anfangen können die
Kinder, indem sie einfach alle Töne der pentatonischen Tonleiter rauf- und
runterspielen. Dabei kann ein Instrument von oben anfangen das andere von
unten. Die Spieler müssen jedoch darauf achten, daß das Lied im
Vordergrund steht. Sie müssen aufeinander hören und sich dem Singen
unterordnen (begleiten). Zur Einleitung jeder Strophe kann ein kurzes
instrumentales Vorspiel gestaltet werden. Dies kann mit Hilfe der pentatonisch
vorgegebenen Töne frei erarbeitet werden, sollte jedoch dann eine feste
Form erhalten.
- Puzzel
Ein Puzzel soll aus der
einen Hälfte des nebenstehenden Blattes ausgeschnitten werden und auf den
Rahmen auf der anderen Seite des Blattes aufgeklebt werden.
Dann
können die Kinder das Bild ausmalen.
- Lückentext
- Den Kindern wird ein Arbeitsblatt gegeben, bei dem sie einen
Lückentext aus einer vorgebenen Sammlung mit Löwenzahnwörten die
Lücken füllen müssen.
Den Löwenzahn finden wir
überall Den Löwenzahn finden wir meistens
Aufschlag grünen ________________. Mit seiner langen
_______________________________ holt er sich das ______________________ tief
aus dem Boden. Die Blüte ist hellgelb. Aus jeder Blüte wird eine
_____________. Diese Frucht besteht aus einem ________________________,
________________ und ________________. Der Schirm ist der Flugapparat. Der
Samen kann so vom _____________ überall hingetragen werden. Deswegen wird
der Löwenzahn auch __________________________ genannt.
 |
| Wiesen |
Wind |
Wasser |
|
|
Stiel |
Frucht |
Samenkörnchen |
| Pfahlwurzel |
Pusteblume |
Schirm |
|
|
- 4.1. Vorbereitung zu Hause
- 4.2. Formale Kriterien
- 4.3. Vor dem Unterricht
- 4.4. Unterrichtsverlauf
- 4.5. Rundgang
- 4.6. Ergebnissicherung
- 4.7. Lehrerrolle
- Thema festlegen
- Ziele festlegen (Stoffverteilung)
- Lerninhalte festlegen
Einführung/Erarbeitung oder
Übung/Vertiefung
- Material sichten
Lösbar, übergreifend, ästhetisch
ansprechend
- Material auf die Stationen verteilen
- Arbeitsaufgaben festlegen
Arbeitsform überprüfen:
Domino, Memory, Arbeitsbogen, Stöpselspiel, Setzleiste, usw.
- Material den Stationen zuordnen
- Stationsschilder schreiben
Nummer, Titel, (Sozialform)
- Arbeitsauftrag für jede Station
Eindeutige Formulierung
!
- Laufzettel für jeden Schüler
Stationennummern
eintragen, evtl. Klebepunkte vorbereiten.
- Stationen einrichten
- Arbeitsanweisungen festkleben
- Stationsschilder aufstellen
Mit Nummer, Stationsname und
Sozialform
- Einstimmung auf das Thema
Sitzkreis, Phantasiereise, Jeux
Dramatique, usw.
- Rundgang
Inhaltliche und arbeitstechnische Fragen
abklären
- Stationenarbeit
Einzel-, Partner- und Gruppenarbeit müssen
geläufig sein
- Ergebnissicherung
Stationen mit den Schülern abgehen und inhaltliche,
arbeitstechnische Fragen klären:
- Lehrer erklärt den Schülern eine Station
- Schüler erklärt den anderen eine Station
- Schüler gehen sich Stationen ansehen
und erklären im
anschließenden Kreisgespräch.
Auch Kombination der einzelnen Möglichkeiten
- Auswertungsgespräch
Arbeitskreise, Auswahl der
Aufträge, Sozialverhalten, Ausblick
- Demonstration der Ergebnisse
Wandzeitung, Ausstellung,
Hefteinträge, Themenbuch, Bastelarbeiten, Messergebnisse
- beobachtet
- hilft schwachen Schülern
- sammelt zur Kontrolle schriftliche Ergebnisse ein
- Gerhard Sennlaub (Hrsg.)
- Feuer und Flamme, 99 Vorschläge zu Arbeitsmitteln für
Freiarbeit und Wochenplan, Heinsberg 1984
- Ulla Wallascheck
- Individuelles Arbeiten und Üben im Lernzirkel, (Buchstaben in
der ersten Klasse) Grundschule 2/1989
- Gabriele Faust-Siehl
- Lernen an Stationen: Kinder und die Einheiten der Zeit, Grundschule
3/1989
- Bernd Lehmann
- Kinderschule : Lehrerschule, Konkrete Beispiele und Anregungen
für die Gestaltung eines kindgerechten Unterrichts. Mit Artikel von Ulla
Wallaschek zum Thema Lernzirkel und konkreten Beispielen, Langenau-Ulm, Arnim
Vaas Verlag, 1991 ISBN 3-88360-072-5
- H. Krebs / G. Faust-Siehl
- Lernzirkel im Unterricht der Grundschule, Reformpädagogischer
Verlag Jörg Potthoff, Freiburg 1993
- Renate Hieber / Annegret von Wedel-Wolff
- Lernzirkel "Vergangenheit", Praxis Grundschule 4/1993
- Praxis Grundschule
- Stationentraining zur Erarbeitung des GWS (Heft: 1 / 1994)
- Wortschatzarbeit an Lernstationen (Heft 2 / 1994)
- Gertrud Gruber / Hildegard Wienholt
- Circletraining zum Einmaleins, Grundschule 5 / 1994
- Loch/Bleich/Flöck/Hardy/Krayer/Leisenheimer
- Soziales Lernen und Methodenlernen Band 1 & 2, Eigenverlag,
Kobern-Gondorf 1994
- Bernd Badegruber
- Offenes Lernen in 28 Schritten, Veritas-Verlag, Linz 1995 ISBN
3-85329-982-2
- Gisela Breuer
- Freie Arbeit im 1. und 2. Schuljahr, R,Oldenbourg Vlg.,
München1995 ISBN 3-486-98571-X
- Joachim Schnabel
- Freie Arbeit im 3. und 4. Schuljahr, R,Oldenbourg Vlg.,
München1996 ISBN 3-486-98636-8
- Gisela Breuer
- Freie Arbeit im 1. und 2. Schuljahr, Prögel Verlag, Band
132
- Joachim Schnabel
- Freie Arbeit im 3. und 4. Schuljahr, Prögel Verlag, Band
173
- (1) Dieses Thema wurde in Anlehnung an
einen Artikel von Uta Wallascheck (siehe Literaturhinweis) erarbeitet.
- (2) Ingeborg Rathman, Circuit mit
Kindern, Musische Stunde 30/ 1987
- (3) Vgl. Artikel von Uta Wallascheck
in Bernd Lehmann, Kinderschule : Lehrerschule, Ulm, 1991 und Gabriele
Faus-Siehl Grundschule 3/89 Seite 23
- (4) Dieser Absatz verwendet eine
Zusammenstellung von Gabriele Faust-Siehl
- (5) Vgl. Ulla Wallascheck,
Individuelles Arbeiten und Üben im Lernzirkel, Grundschule 2/1989
- (6) Vgl. Gerhard Sennlaub (Hrsg.),
Feuer und Flamme, 99 Vorschläge zu Arbeitsmitteln für Freiarbeit und
Wochenplan. Heinsberg 1984 S. 51 Wortfächer, S.42 Stöpselspiel
- (7) In Haushaltswarengeschäften,
e.v. auf Bestellung, erhältlich. Kosten ca. 50,- DM für alle
Buchstaben
- (8) Gertrud Gruber / Hildegard
Wienholt, Circletraining zum Einmaleins, Grundschule 5 / 1994
- (9) Vgl. Praxis Grundschule 4 / 1985 S
27/28
- (10) Vgl. Beitrag von Heidi
Bremkamp, Grundschule 4 / 1994
- (11) Renate Hieber / Annegret von
Wedel-Wolff, Lernzirkel "Vergangenheit", Praxis Grundschule 4/1993
- (12) Siegfried Aust / Hans Poppel,
Kinder, wie die Zeit vergeht, Von Uhren und anderen Zeitmessern, Reihe
Spaß mit Technik, Erfindungen - nachgedacht und nachempfunden,
Ueberreuter, Wien, Heidelberg 1984
Marlene Reidel, Die 12 Monate, Sellier,
München 1978
Elisabeth Borchers / Dietlind Blech, Und oben schwimmt
die Sonne davon, Ellerman, München 1981
- (13) Die Idee zu diesem Material und
die Vorlagen werden unter Montessori-LehrerInnen weitergegeben.